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E-Mail an den Gigabit-Koordinator des Kreises

Gerade in der aktuellen Corona-Krise merken wir, wie wichtig eine schnelle Internetanbindung für die Arbeit zu Hause – egal ob Arbeitnehmer oder Schüler – ist. Dies haben wir zum Anlasse genommen, den Gigabit-Koordinator des Kreises Minden-Lübbecke mit der Bitte anzuschreiben, nach Möglichkeiten zu suchen, den Hiller Norden schnellstmöglich mit Breitbandanschlüssen zu versorgen. Die Mail ging als Kopie auch an den Landrat, den Bürgermeister sowie den zuständigen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Hille.

E-Mail vom 02.06.2020:

Sehr geehrter Herr Nauen,

als Initiatoren der Initiative „Breitband Mindenerwald“ setzen wir uns bereits seit 2017 für den Glasfaserausbau im Hiller Norden ein. Details zu unseren bisherigen Aktivitäten finden Sie auf unserer Website breitband.wir-in-Hille.de

Auf unser Schreiben vom 08.12.2018 (s. Anlage), welches wir direkt an den Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Herrn Dr. Niermann, gerichtet haben, erhielten wir seinerzeit leider keinerlei Antwort. Allerdings erfordert die aktuelle Situation – ausgelöst durch die Coronavirus-Krise – aus unserer Sicht eine Neubewertung der Aktivitäten.

Stand jetzt sind viele Haushalte in Mindenerwald vom aktuellen Glasfaserausbau ausgeschlossen, verfügen aber bei Weitem nicht über eine Bandbreite von 30 Mbit. Grundsätzlich sind uns die Vorgaben und Regularien seitens des aktuellen Förderprogrammes bekannt. Wir stehen bereits seit Längerem im Kontakt mit dem ausbauenden Unternehmen GreenFiber (ehemals Internexio), welches uns mitgeteilt hat, dass ein weiterer Ausbau der Haushalte im derzeit nicht förderfähigen Gebiet erst nach Abschluss geplant und auch erst dann gestattet ist.

Für uns in der Ortschaft Mindenerwald würde dies bedeuten, dass ein Ausbau frühestens ab 2023 – eher später – umsetzbar wäre. Aufgrund der aktuellen Situation erreichen uns vielfach Anfragen und Beschwerden unserer Mitbürger. Viele Menschen sind gerade in der Situation, von zu Hause arbeiten zu müssen. Hinzu kommt die Beschulung vieler Kinder von zu Hause aus, wofür ebenfalls eine adäquate Internetverbindung vorausgesetzt wird. Sie können sich vorstellen, dass dies mit Bandbreiten um die 3 Mbit (wenn es gut läuft) kaum bis gar nicht möglich ist. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Petition sowie die damit verbundene Befragung der Haushalte (s. Website).

Uns stellt sich nun die Frage, ob es aufgrund der aktuellen Situation rund um Corona, welche die benannten Schwachstellen nochmals stärker vor Augen geführt hat, eine politisch oder verwaltungsrechtliche Lösung geben kann, trotz des aktuellen Förderprogrammes einen vorzeitigen Ausbau durch GreenFiber zu ermöglichen. Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Aus unserer Sicht ist unser Anliegen ein gutes Beispiel dafür, wie mit einer klugen politischen Entscheidung eine schnelle Abhilfe im Sinne der Bürger erfolgen kann. Es geht hierbei primär darum, GreenFiber die Erlaubnis zu erteilen, auch in den derzeit nicht geförderten Regionen Glasfaser zu bauen.

Wir wünschen uns von Ihnen, mit uns in Kontakt zu treten, um uns und unseren Nachbarn Perspektiven und Möglichkeiten für eine schnellere Umsetzung aufzuzeigen. Die aktuelle Krisensituation zeigt deutlich auf, dass eine schnelle Internetanbindung zur Grundversorgung jedes Haushaltes zwingend erforderlich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Schumacher
Jens-Karsten Krentscher

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